Messie-Syndrom, die unerkannte Krankheit

Messie-Syndrom, pathologisches Horten mit Zwangspektrumstörung

Ein verstecktes Problem, dass schätzungsweise 4-5% der Gesellschaft betrifft, die Dunkelziffer ist hier sehr groß.

Wohnraumarbeit mit Menschen in desorganisierten Haushalten. Dies war der Titel

des Vortrages von Frau Karsunke, die uns eindrucksvoll von Ihrer Arbeit beim

Kreisdiakonieverband im LK Esslingen berichtet. Der Fachdienst „Wabe“ unterstützt Menschen, wenn das Chaos in der Wohnung keinen Raum mehr zum Leben lässt, dadurch kein Besuch mehr empfangen werden möchte, was dann zu Vereinsamung führt. Wenn Zustände in der betroffenen Wohnung die Lebensqualität auch der Nachbarn beeinträchtigt und Verlust der eigenen Wohnung droht.

Die Mitarbeiter der Wabe müssen hier sehr einfühlsam auf die Betroffenen eingehen, da der Schritt von außen Hilfe anzunehmen sehr viel Überwindung kostet.

Ein verstecktes Problem, dass schätzungsweise 4-5% der Gesellschaft betrifft, die Dunkelziffer ist hier sehr groß. Das Syndrom beginnt oft harmlos im Judendalter und verschlechtert sich nach und nach mit zunehmendem Alter.

Die Betroffenen sind oft noch in der Lage anderen zu Helfen und treten in der Öffentlichkeit gepflegt und gut gekleidet auf. So waren sie den Schein und das umgangssprachlich als Messie-Syndrom bezeichnete Phänomen bleibt unerkannt. In Fachkreisen wird dies als pathologisches Horten mit Zwangspektrumstörung genannt. Seit 2020 ist diese psychische Störung auch als Krankheit anerkannt.

Im Anschluß wurde der Spendenscheck in Höhe von 3.000.- EUR an die Geschäftsführerin Frau Schneider und Frau Karsunke für den Kreisdiakonieverband für ihre wertvolle Arbeit überreicht.

Frau Kasunke berichtet von der Arbeit der WABE. | H.Luger
Scheckübergabe am Clubabend | H.Luger